Schadensüberwachung
Schweden
Schadensüberwachung erkennt Lagerschaden 3 Monate vor Anlagenstillstand
Projektzusammenfassung
Standort
Schweden
Ausgewählte Produkte
Ein frühes Signal außerhalb des vorgesehenen Anwendungsbereichs
Der Windparkbetreiber nutzt ON-TOWER mit :NOISE zur akustischen Geräuschüberwachung sowie :EVENT LIGHTNING zur Blitzüberwachung an den Anlagen des Standorts. :NOISE erfasst tonale Geräuschkomponenten in eigenen niedrigen, mittleren und hohen Frequenzkanälen und meldet Abweichungen von der Basislinie.
In einem Fall begannen sich die :NOISE Metriken einer einzelnen Anlage bereits Anfang Juli zu verändern, Monate bevor vor Ort ein Betriebsproblem sichtbar wurde. Die Veränderung zeigte sich durchgängig in allen drei erfassten Frequenzbändern, lange bevor sie an anderer Stelle sichtbar wurde.

Copyright: EOLOGIX-PING
Die Anlage wurde später gestoppt, nachdem ein Hauptlagerschaden bestätigt worden war, und blieb bis zum Austausch des Lagers außer Betrieb. Das Betriebsteam vor Ort konnte vor dem Ausfall direkt an der Anlage keinen Unterschied im Betriebsgeräusch wahrnehmen. Die eigene Analytik des Anlagenherstellers meldete denselben Fehler unabhängig davon bereits drei Tage nach der ersten sichtbaren Veränderung in den :NOISE Daten, was bestätigt, dass es sich um ein echtes Frühsignal und nicht um Datenrauschen handelte.
Warum :NOISE den Unterschied gemacht hat
- Breitbandige Erfassung: Da :NOISE tonale Komponenten in drei Frequenzbändern erfasst und nicht nur eine einzelne Rotorblattschadenssignatur, kann das Produkt auch Veränderungen am Triebstrang registrieren, die außerhalb seines ursprünglichen Anwendungsbereichs liegen.
- Unabhängige Bestätigung: Der interne Fall des Anlagenherstellers, der nur wenige Tage nach der Veränderung im ON-TOWER Signal eröffnet wurde, bestätigte, dass es sich nicht um einen Fehlalarm handelte.
- Frühzeitige Sichtbarkeit: Die Veränderung der Geräuschmetriken war bereits rund drei Monate vor dem Stillstand der Anlage sichtbar, Zeit, die in vergleichbaren Fällen für die Planung von Inspektionen und Ersatzteilbeschaffung genutzt werden kann.
Fazit
Ein System, das eigentlich zur Überwachung der Rotorblätter installiert wurde, lieferte am Ende eine Frühwarnung für ein Triebstrangproblem, das mit bloßem Ohr nicht zu hören war. Das zeigt, dass akustische Überwachungsdaten weit über ihren ursprünglichen Anwendungsfall hinaus Mehrwert bieten und dass Veränderungen in den Geräuschparametern auch ohne sichtbaren Rotorblattschaden eine genauere Prüfung wert sind
Wichtige Erkenntnisse
- Über den vorgesehenen Anwendungsfall hinausdenken: Akustische Sensoren, die für die Rotorblattschadensüberwachung installiert wurden, können auch fachfremde mechanische Probleme wie Lagerschäden sichtbar machen.
- Jede Abweichung prüfen: Eine durchgängige Veränderung der Geräuschmetriken lohnt eine genauere Untersuchung, auch wenn sie nicht dem typischen Muster eines Rotorblattschadens entspricht.
- Wo möglich gegenprüfen: Eine unabhängige Bestätigung durch die Analytik des Anlagenherstellers kann helfen, ein echtes Signal von Datenrauschen zu unterscheiden.
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